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3 Fragen an… Stefan Hessenbruch, Director Customer Success bei iGrafx, über ein starkes Team: BPM und RPA

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Erfahren Sie von Stefan Hessenbruch, wie Sie aus der Kombination von BPM und RPA profitieren können und warum RPA ein fundiertes Prozessmanagement voraussetzt. Stefan kümmert sich bei uns um alle Bedürfnisse der Kunden – von Support und Training bis hin zur High-Level-Beratung – sowie um die fortlaufende Projektbegleitung beim Kunden.

1) BPM oder RPA oder am besten beides?

Kurz: Ja, am besten beides. BPM und RPA können und sollten sogar nebeneinander bestehen, da sie zwei verschiedene Probleme lösen. Während bei RPA einzelne Aufgaben und sogar gesamte Geschäftsprozesse, die normalerweise von Menschen ausgeführt werden, durch Software Tools oder Bots automatisiert werden, dient BPM eher dazu, Geschäftsabläufe zu analysieren, zu modellieren und zu optimieren. Ein der RPA zugrundeliegendes Business Process Management (BPM) ist unerlässlich, denn je besser ein Geschäftsprozess dokumentiert und modelliert ist, desto erfolgreicher und effektiver ist dessen Automatisierung. Die Gesamtheit aller Geschäftsprozesse end-to-end zu automatisieren, zu verwalten und schließlich das beste Ergebnis zu erzielen, lässt sich nur mit beidem erreichen – BPM und RPA.

2) Welche Vorteile bietet also die Kombination von RPA mit BPM?

Der Hauptvorteil von RPA ist klar: Wiederholbare Prozesse oder Aufgaben lassen sich einfach und automatisiert bearbeiten. Kombiniert man RPA nun mit anderen Technologien wie beispielsweise BPM, sind für die Bots noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten denkbar. Mit BPM lassen sich zunächst produktive Prozesse für das gesamte Unternehmen flexibel entwerfen, realisieren, optimieren und automatisieren und somit Geschäftsfunktionen auf Kundenbedürfnisse abstimmen. Eine detaillierte Modellierung aller Prozesse, deren stringente Durchführung, Simulation, Automatisierung und Überwachung sowie ständige Verbesserung bilden die Kernelemente des BPM. Bevor Prozesse nun mittels RPA automatisiert werden, sollten diese in ein solches BPM-System integriert werden, um schließlich die für die RPA passenden Projekte priorisieren zu können. Durch RPA kann ein ausgefeiltes BPM-Konzept Unternehmen dabei helfen, durch Veränderung und Innovation mehr geschäftlichen Wert zu schöpfen. Nur eine ganzheitliche Lösung ermöglicht es Unternehmen, geeignete Projekte für eine RPA zu erkennen, zu bewerten, zu priorisieren, auszuführen und schließlich auch zu steuern.



3) Welche weiteren Trends gibt es momentan im Bereich BPM?

Wer sich heute mit den Themen Prozessmanagement oder Geschäftsoptimierung beschäftigt, kommt an dem Begriff „Process Mining“ nicht vorbei. Beim Process Mining werden Geschäftsprozesse anhand digitaler Spuren in IT-Systemen analysiert und rekonstruiert. Die einzelnen Prozessschritte werden zusammengefügt, der Prozess wird visualisiert und ausgewertet. Das Process Mining ist somit eine Methodik des Prozessmanagements und unterstützt Unternehmen dabei, Prozesswissen zu modellieren und einen realen Einblick in die eigenen Abläufe zu bekommen.

Ein weiteres großes Thema ist die Customer Experience. Sogenannte „Customer Journey Maps“ helfen dabei, zu erkennen, wo der Kunde mit dem Unternehmen Berührungspunkt hat, ob diese Punkte positive oder negative Empfindung auslösen und wie solche Interaktionen verbessert werden können. Mit Business Process Management ist es möglich, diese Customer Journey, aber auch die dafür benötigten Systeme, Prozesse und Risiken zu modellieren und so die Kundenorientierung zu stärken und die Kundenerfahrung zu verbessern. Natürlich lässt sich eine solche Journey auch für Mitarbeiter, Produkte, Partner, Zulieferer etc. abbilden.


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