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Rückblick auf BPM-Club Expertendialog. Produktionsunternehmen aufgepasst!

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Mit einem atemberaubenden Blick auf die Skyline der Bankenmetropole Frankfurt am Main hat uns Prof. Harald Zimmermann von der Technischen Hochschule Deggendorf letzte Woche auf dem BPM-Club Expertendialog einen wirklich unterhaltsamen Vortrag beschert. Titel: „Das Lean-Management ist tot, es lebe das Prozess-Management!“. Dabei ging es zwar nicht um die Bankenbranche, sondern die Produktions- und Fertigungsindustrie, aber die vorherrschende Frage war umso spannender: Warum gelingt oder misslingt es Firmen, ein Produktionssystem nachhaltig und erfolgreich einzuführen? Haben Sie sich diese Frage auch schon gestellt?

Prof. Harald Zimmermann ist seit 01. März 2019 Professor für Schmelzen und Urformen silikatischer Gläser an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und konzentriert sich dabei auf die Fachgebiete Glastechnologie, Industrial IT und Lean-Management.

 


Prof. Dipl.-Ing. Harald Zimmermann

 

Um das Thema des Abends mit den Worten des Professors kurz zusammenzufassen: „Man kann feststellen, dass die meisten Lean-Ansätze und Werkzeuge innerhalb der Fertigungsindustrie beliebig übertragbar sind, sofern das Gesamtmodell an die Unternehmenskultur hinreichend angepasst wurde. Auffallend häufig jedoch scheitert die Prozessindustrie eben an dieser Übertragung, weil sich die Voraussetzungen grundlegend von der Fertigungsindustrie unterscheiden.“ Produktionssysteme lassen sich hier also nicht einfach übertragen. Interessante Analogie von Prof. Zimmermann dazu:

 

„Man kann auch nicht einfach unser Verhalten von Männlein auf Weiblein übertragen oder umgekehrt – wir müssen uns gegenseitig irgendwie ertragen (und übersetzen).“

 

Aber das ist ja hinreichend bekannt…

 

Ein Blick auf die Wertschöpfungsketten

Prof. Zimmermann erklärt weiter, dass der wesentliche Teil der Wertschöpfung im Fertigungs- und im Dienstleistungssektor durch ausgeführte Tätigkeiten entstehe. In der Prozessindustrie ist das anders: Dort ist es die gesamte Prozesskette, die zur Wertschöpfung beiträgt. Es ist für Produktionsbetriebe daher unerlässlich, Prozessketten genau zu beschreiben, um sie wirklich verstehen und beherrschen zu können. Eben dabei unterstützt Prof. Zimmermann am Technologie-Anwender-Zentrum der THD in Spiegelau, um Optimierungspotenziale rasch aufdecken zu können, indem Prozesse vor Ort analysiert und mittels der iGrafx BPM Plattform visualisiert werden.

Für genug Diskussionsstoff war also gesorgt und so haben sich unsere Gäste bis in den späten Abend hinein angeregt unterhalten. Danke an dieser Stelle an unseren Referenten Prof. Harald Zimmermann sowie die BPM&O GmbH für das tolle Expertendialog-Format und die nette Begrüßung unserer Gäste.

 

 

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