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Digitale Transformation ist doch keine Kunst! Oder doch?

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„Transformation” bedeutet „Veränderung”. So einfach ist das. Zugegebenermaßen impliziert eine Transformation in der Regel eine radikalere Veränderung als die Farbe eines Logos oder der Standort einer Produktionsstätte, aber es ist dennoch nur eine Veränderung.

Im Kontext von Unternehmen besteht das Ziel darin, sich in einen Zustand zu verwandeln oder zu transformieren, der in gewisser Weise besser ist als der aktuelle. Zum Beispiel: mehr Umsatz, geringere Kosten, höhere Time-to-Market / Produktivität / Qualität, zufriedenere Kunden oder Mitarbeiter. Betrachtet man das Ganze noch ambitionierter, versuchen Unternehmen möglicherweise, neue Bereiche zu schaffen oder gar eine bestimmte Branche zu boykottieren oder zu verhindern, selbst von der Konkurrenz ausgebremst zu werden.

Ob es Ihnen nun gefällt oder nicht, Transformation stellt ein großes Geschäft dar: IDC schätzte kürzlich, dass 40 Prozent aller Technologieausgaben in digitale Transformationsprojekte fließen und Unternehmen bis 2019 mehr als 2 Billionen USD dafür ausschütten werden. IDC geht außerdem davon aus, dass die digitale Transformation weltweit einen zusätzlichen Geschäftswert von 18,8 Billionen US-Dollar erwirtschaften könnte.

Die digitale Transformation steigert den Umsatz

Diese Ausgaben gibt es aus einem guten Grund. Aus der C-Level Umfrage von Couchbase geht hervor, dass „ein Unternehmen, das mit digitalen Innovationen in seiner Branche nicht mithalten kann, nicht länger als fünf Jahre überleben wird, bevor es dann aus dem Geschäft aussteigen muss oder von einem Konkurrenten übernommen wird.” Aber selbst wenn sich ein Unternehmen darüber keine Sorgen machen muss, macht eine digitale Transformation durchaus Sinn und steigert den Umsatz. Laut der Harvard Business School erzielten führende Digital Adopters eine dreijährige durchschnittliche Bruttomarge von 55 Prozent gegenüber nur 37 Prozent der digitalen Nachzügler.

Die Herausforderung besteht darin, digitale Transformationen nachhaltig zu gestalten. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Everest-Gruppe ergab, dass 78 Prozent der Unternehmen ihre digitalen Transformationsinitiativen nicht skalieren und aufrechterhalten können. Sie befragten 328 Unternehmen und stellten fest, dass eine Fehlausrichtung von Geschäftsbetriebsmodellen und digitalen Strategien schuld sei. Und das ist keine Überraschung! Denn die meisten Menschen wissen nicht einmal, was digitale Transformation ist … Um dies zu verdeutlichen, interviewte Salesforce 562 Unternehmensmitarbeiter. Das Ergebnis:  Selbst in Unternehmen, die die digitale Transformation priorisiert hatten, waren mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter nicht in der Lage, jemanden das Konzept zu erklären!

Unternehmensprozesse modellieren und Risiken minimieren

Viele Unternehmen überleben nicht lange: Denken Sie nur an Uber vs. Taxi, Airbnb vs. Hotel, Netflix vs. Blockbuster, Fernsehen vs. Radio, Autos vs. Pferde, elektrisches Licht vs. Kerzen. Zwischen dem Jahr 1955, in dem die Fortune 500 Unternehmen erstmals identifiziert wurden, und 2017 sind 88 Prozent dieser Unternehmen in ihrer ursprünglichen Form verschwunden. Das bedeutet, dass 440 dieser Unternehmen entweder aus dem Geschäft raus sind, von der Konkurrenz übernommen oder verdrängt wurden. Lassen Sie das bei ihrem Unternehmen nicht zu! Modellieren Sie Ihre Unternehmensprozesse und arbeiten Sie regelmäßig daran. Simulieren Sie potenzielle Verbesserungen und überwachen bzw. reduzieren Sie die Risiken. Oder werden Sie einfach zum innovativen Disruptor.

Transformation kann aber auch gelingen: Denken Sie an IBM, die sich immer wieder gewandelt haben, von Mainframes zu PCs und jetzt Software und professionelle Dienste. Oder Amazon, von einem „einfachen“ E-Commerce-Anbieter zu einem ziemlich herausragenden E-Commerce-Anbieter mit einem erstaunlichen HyperScale-Cloud-Hosting (Amazon Web Services). Oder Apple, das Unternehmen, das von einer Computerfirma zu einem Computer + MP3-Musikplayer und dann zum Telefon + Tablet + Uhr + TV-Anbieter geworden ist und jetzt mehr von seinen Einnahmen aus Diensten (iTunes Music und dem App Store) generiert als mit der anfänglichen Hardware.

Was ist aber mit „digital” im Zusammenhang mit „Transformation“? Obwohl die „digitale Transformation“ sicherlich eines der größten Buzzwords ist, beschreibt sie wohl auch den wichtigsten Bereich der Transformation. Man könnte auch ganz einfach sagen: Analog wird zu digital, Papierakten zu elektronischen Akten, Ziegel und Mörtel zu E-Commerce und Call-Center zu Online-Chats. Aber es kann noch viel weiter gehen, indem es Mitarbeiter durch Bots, Analysten durch künstliche Intelligenz und verschiedene Kundeninteraktionen durch sorgfältig geplante Customer Journeys ersetzt. Einige sagen sogar, dass es bei der digitalen Transformation nur darum ginge, neue verbesserte Wege zu finden, um mit Kunden zu interagieren. Es geht nur darum, Customer Journeys sorgfältig abzubilden und methodisch zu optimieren, oft mit digitalen Systemen, Plattformen und Netzwerken.

Ich weiß, dass viele dieser Wörter sehr subjektiv interpretiert werden können. Also lassen Sie es mich wissen, wenn ich etwas aus Ihrer Sicht falsch kategorisiert habe. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Ich wünsche Ihnen eine gelungene Transformation!


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