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Perspektivebenen – Das System (Teil 2)

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In meinem letzten Beitrag haben wir uns mit dem System befasst. Zur Erinnerung: Wenn ich in dieser Perspektive von Systemen spreche, beziehe ich mich speziell auf die Technologie-Systeme oder Anwendungen, die Unternehmen nutzen, um für ihre Kunden Dienstleistungen zu erbringen. Lassen Sie uns nun einmal genauer betrachten, wie man Systeme identifiziert.

Wie man Systeme identifiziert

Es bestehen unterschiedliche Wege herauszufinden, welche Systeme in einem Unternehmen eingesetzt werden:

  • Fragen Sie – Bauen Sie eine Beziehung zu Ihren Technologiepartnern auf, um entweder Fragen zu stellen oder herauszufinden, ob sie über Systemarchitektur oder Designdokumentation verfügen, die Sie sich ansehen können, um die verschiedenen Technologien, die im Unternehmen eingesetzt werden, zu verstehen. Eine starke Beziehung mit Ihren Technologiepartnern ist entscheidend, denn letztendlich helfen die Entwickler dabei, Träume und Wünsche zu verwirklichen. Von wem könnte man besser Wissen erlangen, als von denen, die bei der Gestaltung der Realität mitgewirkt haben?
  • Recherche – Finden Sie vorhandene Dokumentationen, in denen die eingesetzten Systeme erklärt werden, insbesondere wenn Sie nicht ohne weiteres Zugang zu Ihren Technologiepartnern bekommen.
  • Prozessanalyse – bei der Analyse von Prozessen, oder besser noch bei deren Dokumentation, werden Sie Systeme entdecken, die genutzt werden. Wir haben bereits in  Perspektive 3 besprochen, wie man Prozesse dokumentiert, falls Sie eine Auffrischung wünschen.
  • Beobachten Sie Kollegen – Setzen Sie sich mit Kollegen zusammen, die diese Aufgaben bereits ausführen. Beobachten wie Kollegen arbeiten, wird Ihnen einige Klarheit verschaffen. Es können zudem Lücken identifiziert werden, die möglicherweise übersehen worden sind.
  • Frühere Erfahrung/Vorgeschichte – wenn Sie schon einmal für das Unternehmen gearbeitet haben oder in einem anderen Bereich des Unternehmens tätig waren, kann Ihr Vorwissen Ihnen helfen, die Teile zusammenzufügen. Wenn Sie bereits die meiste Zeit Ihrer Karriere in einer bestimmten Branche gearbeitet haben, stellen Sie vielleicht fest, dass bestimmte Technologien häufiger eingesetzt werden, und dieses Wissen kann Ihnen dabei helfen zu erkennen, was vorhanden sein könnte, oder auch nicht.

Warum Verstehen wichtig ist

Wie oben erwähnt, müssen Sie je nach Ihrer Tätigkeit die Technologien nicht im Detail kennen. Ein gewisses Allgemeinwissen über die Systeme und ihre Funktionsweise ist jedoch aus den folgenden Gründen hilfreich:

  • Sie wissen, was bereits existiert. Wenn es also an der Zeit ist, potenzielle Lösungen vorzuschlagen, wissen Sie, was derzeit die Geschäftsanforderungen erfüllt und was nicht.
  • Sie haben Kenntnisse darüber, wie Systeme miteinander verknüpft sind, was Ihnen Einblicke in die Komplexität bzw. Einfachheit der Infrastruktur liefert.
  • Sie wissen, wo technologische Lücken existieren und sind in der Lage, Optionen anzubieten, um diese Lücken zu schließen.
  • Sie haben Kenntnisse darüber, wo und wie Daten aufbewahrt werden, mit denen Dienstleistungen für Kunden erbracht werden (mehr zu Daten folgt in Perspektive 6).
  • Sie haben Kenntnisse über einige der gängigen Technologien, die in der Branche, in der Sie arbeiten, zum Einsatz kommen.
  • Sie haben Kenntnisse darüber, wo Systeme eingesetzt werden und ob es Möglichkeiten gibt, diese Systeme in anderen Unternehmensbereichen zu nutzen.
  • Sie haben ein genaueres Verständnis der Maschine(n), die hinter den Prozessen stehen und können beurteilen, ob sie die optimale Leistung für den besten Service für Ihre Kunden erbringen.
  • Sie haben Kenntnisse darüber, wo Lücken in Prozessen bestehen und können bestehende Systeme nutzen, um den Prozess effizienter zu gestalten.

Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, wie mächtig das Verständnis der Systemarchitektur eines Unternehmens sein kann. Auch wenn Sie die Codierung oder die Sprache, die für die Systemfunktionalität verwendet wird, nicht kennen, ist das Wissen um die Systeme und deren Nutzen extrem wichtig.

In meinem nächsten Beitrag werden wir zu Perspektive 6 übergehen – die Daten.

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